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Über die Lepra haben wir schon oft gesprochen.

Sie ist als Aussatz-Krankheit oder Tsoraat bekannt und ist die Erkrankung der Verbannung in die Materie.

Auf der materiellen Ebene ist Lepra eine chronische Infektionskrankheit, die mit dem Mykobakterium assoziiert ist.

Der ursprüngliche Name für die Krankheit ist Aussatz.

Das Wort entstammt dem Verb setzen, sodass Aussatz die eigentliche Bedeutung von aussetzen hat: Die von der Lepra befallenen Kranken mussten außerhalb menschlicher Siedlungen leben − sie waren ausgesetzt.

Der Krankheitsname Lepra wurde erst im 18./19. Jahrhundert gebräuchlich, und er ist aus dem griechisch-lateinischen Wort lépra entlehnt.

Dieses Lehnwort ist vom griechischen Adjektiv leprós abgeleitet, das im Deutschen die Bedeutung schuppig, uneben, rau, aussätzig hat.

Das griechische Verb ist lépein, was [ab]schälen bedeutet.

Lepra ist eine der ältesten bekannten Krankheiten, und sie wird schon in den frühesten Schriften wie der Bibel erwähnt.

Im Alten Testament werden im 3. Buch Mose Kapitel 13, Vers 1–46, ausführlich rituelle Reinheitsgebote beschrieben.

Hierzu gehört auch das Erkennen von Aussatz und der Umgang mit dem Kranken.

Da Lepra im Grunde kaum ansteckend ist, liegt die tatsächliche Ursache der Erkrankungen in mangelnder Hygiene, Unterernährung und somit einem geschwächten Immunsystem.

Ansteckung war bereits ein von der Pest bekanntes Phänomen.

Schon in der Antike war Aussatz als ansteckende Krankheit gefürchtet, weshalb Aussätzige aus der Gemeinschaft verstoßen und Kontakt mit ihnen vermieden wurde. Im Umfeld größerer Städte entwickelte sich ab dem 11. Jahrhundert mit den Leprosenhäusern eine eigene Hospizform.

Gesunde, die sich um Leprakranke kümmerten, ohne selbst an Lepra zu erkranken, hatten ein quasi-göttliches Ansehen.

Insgesamt hat sich der Lepra-Bacillus in der Zeit seiner weltweiten Ausbreitung genetisch kaum verändert, was für Bakterien extrem ungewöhnlich ist.

Neuere Forschungen gehen davon aus, dass die Lepra hauptsächlich durch die Tuberkulose zurückgedrängt wurde (tuberkuline Verschiebung).

Die Inkubationszeit kann bei Monaten oder auch Jahren (in Extremfällen bis zu 40 Jahren) liegen.

Für die Übertragung bzw. die Infektion mit dem Erreger bedarf es eines langfristigen Kontakts mit einem Infizierten. Man geht davon aus, dass es sich um eine Tröpfcheninfektion handelt.

Lepra ist mit dem Mycobacterium leprae assoziiert, das viele Eigenschaften mit anderen Mycobakterien, etwa dem Mycobacterium tuberculosis (Tuberkulose) gemeinsam hat.

So ist M. leprae ein Bazillus, ein säurefestes Stäbchen, dessen Zellwandaufbau in vielem dem anderer Mykobakterien ähnelt, etwa darin, dass es verschiedene Mykolsäuren und zahlreiche Wachse enthält.

Lepra- und Tuberkelbakterien haben eine ungewöhnliche Eigenschaft, sie können zwar von Leukozyten aufgenommen, aber nicht verdaut werden.

Sie können sich sogar innerhalb der Leukozyten, die eigentlich für Abwehraufgaben ausgebildet sind, vermehren.

Ein wichtiger Hinweis für den Einfluss auf die Skrophulose.

Nach den Leukozyten werden die Schwann-Zellen von den Bakterien befallen, die wiederum eine Ernährungsfunktion für die Nervenzelle wahrnehmen.

Das führt dazu, dass die Nervenzellen absterben.

Das Blut verdickt sich und Arterien und Venen verstopfen allmählich.

Die Betroffenen verlieren meist das Gefühl für Wärme, Kälte und Schmerzen.

Daher können sie sich verletzen ohne es zu merken.

Durch die Veränderung der Gefäße findet Heilung nicht wie gewohnt statt.

Es kommt zu lang anhaltenden Wunden und teilweise sogar zu lebensgefährlichen Krankheiten wie Tetanus.

Diese Kombination aus Schmerzlosigkeit, mangelhafter Durchblutung und chronischer Entzündung kann dazu führen, dass die Betroffenen Gliedmaßen verlieren.

Im Frühstadium spricht man bei der Lepraerkrankung von der indeterminierten Form.

Sie äußert sich in unscharf abgegrenzten Flecken auf der Haut.

Bei Dunkelhäutigen wirken sie hell, bei Hellhäutigen rötlich.

Die Flecken selbst fühlen sich für den Betroffenen taub an.

In diesem Stadium kann die Krankheit ausheilen, stehenbleiben oder sich weiter entwickeln zur tuberkuloiden-, zur boderline oder lepromatösen Lepra.

Bei der tuberkuloiden Lepra sind die asymmetrischen Hautflecken erhaben und rau.

An den betroffenen Stellen fallen die Haare aus.

Neben der Haut sind vor allem periphere Nerven knotig verdickt.

Auch hier ist der Befall asymmetrisch.

Schreitet die Krankheit fort, nimmt der Tastsinn immer weiter ab, bis der Betroffene nichts mehr spürt.

Werden motorische Nerven befallen, kommt es zu Muskelschwäche, Muskelrückbildung und Lähmungserscheinungen.

Bei der Borderline-Lepra entwickelt sich die Erkrankung in Richtung Sykose weiter.

Die Hautflecken und der Befall der Nerven beginnen sich symmetrisch auszubilden und es kommt zu stärkeren Knotenbildungen.

Die Borderline-Lepra ist sehr ansteckend.

Sie mündet in der lepromatösen Lepra, bei der sich die Bakterien ungehemmt über Blutbahnen, Nervensystem, Schleimhäute und Lymphsystem ausbreiten können.

Die Haut ist von Knoten und kleinen Flecken überzogen, hellrote bis braune Leprome, die das Gesicht und andere Körperteile zersetzen.

Im Gesicht schmelzen sie zusammen zum »Löwengesicht« (Facies leonina).

Es kommt zum geschwürigen Zerfall von Knochen, Muskeln und Sehnen und Befall innerer Organe.

Der Tod erfolgt zumeist durch Sekundärinfektionen.

Wie Sie bereits wissen ist es bis heute nicht gelungen das Bakterium im Reagenzglas zu züchten.

Es gelang jedoch in Mäusepfoten und den Pfoten des Gürteltieres.

Lepra ist daher eine Erkrankung des Menschseins, die mit der Erdverbindung (Pfoten; Verbannung) zu tun hat und thematisch der Skrophulose sehr nahe steht.

Wir haben daher zur Simulierung der Lepra-Nosode das Skrophulose-Elixier mit dem Sauerstoff-Elixier (Erdbindung) verschränkt.

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