FingGing

Die Fingerapotheke nutzt die eigenen Energien, um zur Harmonie zu gelangen.
Durch unsere Fingerhaltungen werden Möbiusbänder erzeugt, die mithilfe innerer Ströme eine innere Alchemie auslöst.
Kombinieren wir die Fingergesten mit dem I Ging, dann entsteht ein wirksames Tool der Selbsttransformation.
Wie Sie das FingGing praktisch anwenden, wird in Seminaren gelehrt.
Sie brauchen schlussendlich nur das FingGing-Buch, eine Anleitung und ihre Finger, dann steht einer Selbstverwandlung nichts mehr im Wege.
Für alle, die wirklich etwas in ihrem Leben ändern wollen, und die Bereitschaft besitzen, täglich etwas dafür zu tun.

Empfinden – Weben – Xian

Xian heißt gemeinsam und beschreibt das Feld, das wir gemeinsam aufbauen, das morphogenetische Feld oder kurz das Morphofeld.
Wir haben das Morphofeld bereits bei Hexagramm 7 kennen gelernt.
Hier lernen wir, wie es zusammenhält durch ein gemeinsames Weben.
Das Ideogramm zeigt zwei Bilder, die eng zusammengehören.
Das Obere ist Xian.
Das Linke ist Gan.
Wenn das Herz (Xin) unterhalb von Xian erscheint, wird es zu Gan.
Gan bedeutet Einfluss nehmen, oder im westlichen Bereich (Garn) – weben, nähen.
Wir erzeugen den Lebensfaden, den früher die Nornen für uns gesponnen haben aus unserem eigenen Herzen und weben mit allen anderen Menschen zusammen, das morphogenetische Feld.
Element: Metall.
Monat: Juni



Oben haben wir den See (☱) unten den Berg (☶). Daraus entsteht das Bild eines Bergsees.
Empfinden ist eine Wahrnehmung durch das Gefühl.
Der Bergsee liegt hoch und ist nach oben geöffnet, das ist die Empfindung, die wir anstreben, hoch und doch offen.
Es kann keinen See auf einem Berg geben, wenn es keine offene Fläche gäbe.
Menschen können nicht sensitiv sein, wenn ihre Seele nicht offen wäre.
Darum leeren wir uns selbst und erhöhen uns durch andere.
Es gibt Praktiken, die die Energien des Morphofeldes nutzen, aber nicht darüber hinausführen. Diese Praktiken nennen wir künstliche Praktiken, weil sie nicht zur Unsterblichkeit führen.
Es ist die Methode des »Anderen«, die zur Unsterblichkeit führen.
»Der Andere« ist eine andere Person, aber keine normale Person in der Welt.
Es ist die einzige wahre unsterbliche Person in uns selbst.
Weil wir uns mit dem Morphofeld eingelassen haben, den anderen »Anderen«, ist diese Person geflohen und hat uns allein gelassen.
Wir haben sie verloren und begraben. Sie ist verloren und kommt nicht mehr wieder.
In wesentlichen Momenten im Leben taucht sie allerdings wieder auf, doch meistens erkennen wir sie nicht, wenn wir in den Netzfäden des Morphofeldes zu sehr gefangen sind.
Das alles liegt an unserer Unfähigkeit, uns selbst zu verfeinern.
Wenn wir nicht in der Lage sind, uns selbst zu verfeinern, dann werden wir von persönlichen Wünschen und Verlangen erfüllt und ihre Ableger verkleben unsere Offenheit der Bewusstheit.
Gefüllt zu sein und nicht offen, gibt es keinen Raum für den Anderen.
Wir sollten daher das NICHTS üben, uns selbst verfeinern und unseren Verstand meistern.
Wir sollten alle Verschmutzungen durch das Morphofeld loswerden und dafür sorgen, dass wir offen bleiben.
Wenn wir offen bleiben, kommt die ursprüngliche Energie aus dem NICHTS.
Auf diese Weise kann der »Andere« uns unterstützen und dafür sorgen, dass wir erfüllt werden.
Die Reaktionen auf die Arbeit des »Anderen« können sehr unterschiedlich sein. Wenn wir offen werden, wird er uns erfüllen.
Das kann verschiedene körperlich, geistig, seelische Reaktionen mit sich bringen.
Das Kleine geht und das Große kommt.
Das goldene Elixier der Unsterblichkeit kristallisiert plötzlich aus.
Das ist wie die Spitze eines Berges, die oben offen ist und die Feuchtigkeit des Sees empfängt.
Es geschieht spontan ohne Absicht.

Empfinden ist Fühlen bei gleichzeitiger Einflussnahme.
Der obere See ist Freude.
Der Berg ist die Stille.
Wir haben also stille Freude.
Die Raumzeit ist stabil, der Zeitraum offen.
Stille ist die Substanz der Offenheit und Offenheit, die Funktion der Stille.
Dieses Hexagramm zeigt uns, wie Yin und Yang miteinander korrespondieren. Diese Korrespondenz nennen wir Empfindsamkeit.
In diesem Hexagramm harmonisieren Yin und Yang einander.
Betrachten wir die einzelnen Trigramme, so stellen sie Spiegel füreinander dar (☱☶). Was bei dem einen Yin ist, ist bei dem anderen Yang und umgekehrt.
Das Harmonisieren von Yin und Yang braucht Spontaneität und kein Drängen.
Spontaneität ist eine unbewusste Empfindsamkeit, während Drängen bewusste Empfindsamkeit ist.
Sind wir unbewusst empfindsam, harmonisieren Yin und Yang einander.
Sind wir bewusst empfindsam, trennen sich Yin und Yang und Harmonisierung hat ihre Grenzen.
Empfindsamkeit ist ein Pfad der Entwicklung.
Auf diesem Pfad gibt es Falsch-Richtig-Nicht-Bewusstheit und Falsch-Richtig-Bewusstheit.
Empfindsamkeit ist die subtile Kommunikation zwischen Yin und Yang.
Sie sind wie Mädchen und Jungen, die miteinander spielen.
Kommen sie in die Pubertät erwacht plötzlich ein neues Gefühl füreinander und tritt in ihr Bewusstsein.
Die Unschuld von Mädchen und Jungen ist die Falsch-Richtig-Nicht-Bewusstheit.
Die sexuellen Gefühle, die in der Pubertät wach werden, die Falsch-Richtig-Bewusstheit.
Nicht-Bewusstheit heißt, dass der Verstand nicht beteiligt ist.
Der Geist des NICHTS ist aktiv.
Der Geist des NICHTS begeistert und entgeistert nicht.
Begeistern und Entgeistern kommen aus dem Verstand.
Der Verstand gehört zum Morphofeld und ist nicht die Wirklichkeit.
Der Geist des NICHTS ist real.
Der menschliche Verstand ist künstlich.
Wenn der menschliche Verstand aktiv ist, ist das Empfinden nicht korrekt. Yin und Yang trennen sich.
Wenn der Geist des NICHTS aktiv ist, ist das Empfinden korrekt. Yin und Yang vereinigen sich.
Es spielt keine Rolle, ob Yin empfindet und Yang reagiert oder ob Yang empfindet und Yin reagiert.
Beide werden durch den Geist des NICHTS regiert.
Wenn die Empfindsamkeit im Geist das NICHTS fußt, was kann da falsch sein?
Wenn wir keusch sind und mit unserem Herzen empfinden, dann lauschen wir dem Geist des NICHTS.
Wenn wir Verlangen spüren und mit dem Kopf denken, dann verfallen wir dem Morphofeld.
Folgen wir dem Hexagramm dann sollte zuerst die Stille da sein, dann die Freude. Nicht umgekehrt, denn Freude kommt aus der Stille und nicht aus der lauten Welt.
Wenn wir die Keuschheit einer Jungfrau entwickeln und auf unser Herz hören, dann lauschen wir dem Spiel von Yin und Yang, und was immer wir wahrnehmen ist richtig.
Wir sind empfindsam und gleichzeitig effektiv. Wir sind still und unerschütterlich.
Wir ruhen in der Freude des richtigen Ortes.
Von dort aus können wir die Schöpfung und die Umkehr-Schöpfung wahrnehmen. Das ist das Gute am Empfinden.
Damit uns das gelingt halten wir folgende Fingergeste:





31.1 Die erste Linie
Wir stehen am Anfang des Empfindens.
Das Empfinden hat gerade unseren dicken Zeh erreicht.
Wir sind in der Lage zu stehen, aber nicht zu gehen.
Bleiben wir stehen und halten die FingergesteBergSee und die erste Linie.

31.2 Die zweite Linie
Mit der zweiten Linie hat das Empfinden unsere Wade erreicht.
Wir haben noch nicht den Geist des NICHTS in uns, sondern werden vom Verstand gesteuert, und der reagiert auf das Morphofeld.
Die Wade sollte still wie der Berg sein. Bewegt sie sich gibt es leicht einen Krampf.
Wenn wir still halten, ist alles gut.
Wenn wir uns bewegen, gibt es Krämpfe.
In beiden Fällen können wir von der FingergesteBergSee und der zweiten Linie profitieren.

31.3 Die dritte Linie
Die Empfindsamkeit hat die Oberschenkel erreicht.
Wir sollten fest mit den Oberschenkeln stehen, versunken im Geist des NICHTS.
Wenn unsere Oberschenkel nicht gut reagieren, dann können wir nicht stoppen, wo es notwendig wäre.
Wir sollten am Geist des NICHTS festhalten und nicht in den menschlichen Verstand mit seinem Morphofeld abdriften.
Halten wir die FingergesteBergSee und die dritte Linie.

31.4 Die vierte Linie
Wir befinden uns im Zeitraum auf einer starken Linie.
Eine starke Linie kann bedeuten, wir leben den Geist des NICHTS.
Dazu bedarf es, dass wir aufrichtig sind, dann haben wir Glück.
Diese erste Linie des Zeitraums steht mit der ersten Linie der Raumzeit in Verbindung, dadurch haben wir auch eine Verbindung zur Nachgiebigkeit und Flexibilität.
Schwappt diese Nachgiebigkeit aus der Raumzeit über, kann es geschehen, dass unser Geist ins Wanken gerät und wir aus dem Geist des NICHTS in der Verstand wechseln.
Das kann unter Umständen hin und her gehen.
Wir befinden uns im unteren Rücken, der durch dieses Hin und Her schwach werden kann. Er sollte stabilisiert werden.
Zur Stabilisierung halten wir die FingergesteBergSee und die vierte Linie.

31.5 Die fünfte Linie
Die fünfte Linie ist selber stark und kontrolliert die vierte (stark) und die sechste (schwach).
Auf diese Weise können Yin und Yang ausbalanciert werden.
Der Geist des NICHTS ist ständig präsent. Der Verstand zeigt sich nicht.
Wir befinden uns im oberen Rücken, hinter dem Herzen.
Dieser Teil des Rückens befindet sich in der Nähe des Herzens, ist aber nicht das Herz.
Dies ist die Haaresbreite, die den menschlichen Verstand vom Geist des NICHTS trennt.
Der Geist des NICHTS ist unsere Seele.
Sie ist der wahre Geist, der durch die Empfangszentrale unseres Herzens wirkt.
Die Seele hat keinen Ort.
Sie ist reine, offene Bewusstheit, ohne Blockierungen.
Aus dem Grunde kann sie auch NICHT-GEIST genannt werden.
Der NICHT-GEIST ist immateriell aber kein Loch.
Er besitzt keinen Ort und ist doch hier.
Wenn wir den Geist mit diesem NICHT-GEIST wahrnehmen, verwandelt sich der Geist in NICHT-GEIST.
Der NICHT-GEIST ist NICHT-BEDAUERN.
NICHT-BEDAUERN ist ohne Karma.
Ohne Karma sind wir im Himmel, im höchsten Guten ohne Böses.

31.6 Die sechste Linie
Die sechste Linie ist die Kulmination des Hexagrammes Empfinden und gleichzeitig die Kulmination der Freude.
Wenn wir Worte des Morphofeldes sprechen, dann werden Kiefer und Sprache zu einem Ausdruck des Morphofeldes.
Wir spüren das in Kiefer und Zunge.
Die bewegen sich, wenn der Mund lacht oder spricht.
Wenn der Mund sich bewegt, bewegt sich der Verstand.
Wenn wir die Worte und die Freude auf diese Weise benutzen, verlieren wir den NICHT-GEIST und kehren zum menschlichen Verstand des Morphofeldes zurück.
Damit das nicht geschieht, halten wir die FingergesteBergSee und die sechste Linie.

Der Pfad der Empfindsamkeit zeigt das Wechselspiel zwischen menschlichen Verstand und NICHT-GEIST.
Wir können den NICHT-GEIST haben und trotzdem Wahrnehmungen aus dem Morphofeld spüren.
Nur wenn wir im höchsten Guten ohne Böses ruhen, ist der NICHT-GEIST ständig bei uns und der menschliche Verstand verschwindet für immer.
Das ursprüngliche Yin kommuniziert mit dem ursprünglichen Yang uns schließt langsam die Lücke, wie Magnete die Eisen anziehen.
Wenn das geschieht, sprudelt plötzlich die goldene Quelle der Unsterblichkeit aus dem NICHTS.

Stille

ist ein Weg, um wieder Kraft zu tanken.

Ewigkeit

schenkt uns Demut.

Liebe

führt zur Einheit

Freude

erleuchtet jede Zelle.
18.10.19
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